Otokodate

Das Rätsel von Hanbei Shiro
11. Spielsitzung. 23.06.2016

Als der Morgen graut schwelen noch die Reste des Begräbnisfeuers von Nobutake, an dem wir die Nacht über als Ehrenwache gestanden haben.
Wir machen uns dann auf den Weg zum Wachturm im Südwesten und hoffen, dort am Abend anzukommen. Iuchi Tomokata sama wird uns dorthin begleiten.
Kurz bevor wir den Turm erreichen stoßen wir auf einen einzelnen Samurai, der auf der Straße gegen eine Gruppe Goblins kämpft. Ich helfe ihm und der Magistrat erlaubt dem Mann, sich uns anzuschließen, sein Name ist Yoshimoto, er ist ein Ronin. Ich werde von meinem Herrn gerügt, da ich ohne seinen Befehl angegriffen habe – mein Zorn hat mich übermannt.
In der Abenddämmerung erreichen wir den Turm, eine quadratisch angelegte Kasernensiedlung mit Holzpalisaden und 4 kleineren Türmen in den Ecken, in der Mitte der große Wachturm. Man lässt uns dort ein und drei Krieger begrüßen uns, angeführt von einer Frau mit ungewöhnlich langem Haar, das sie offen trägt. Sie heißt uns willkommen und stellt sich als Otaku Mei vor.
Der Magistrat bekommt eine Unterkunft, uns wird eine kleine Kammer zugeteilt und man erlaubt uns, die Archive zu betreten. Dort finden wir eine alte Karte, mit der Takeshi den Standort von Hanbei Shiro eingrenzen kann. Wir finden noch weitere Hinweise über die schwarzen Moto und deren Entstehung und Patrouillenberichte aus den letzten Wochen. Seit etwa 6 Wochen verschwinden Patrouillen und es wurden Reiter gesichtet, auch in größerer Zahl. Dieses Verhalten ist für die schwarzen Moto ungewöhnlich, kommen sie doch sonst eher zu Überfällen ins Land und verschwinden danach wieder – zu bleiben und sich zu sammeln passt nicht zu dem, was man von diesen Wesen kennt.
Dies gibt uns weitere Rätsel auf.

Danach gibt es Essen und wir beschließen gemeinsam, dem Ronin Essen und Trinken herauszubringen, da er nur im Hof nächtigen darf. Wir stellen uns vor und als Dank läd er uns zu einer Teezeremonie ein – ich bin mir fast sicher, dass er ebenfalls ein Kranich ist, wie mein toter Freund, merkwürdige Wendungen des Schicksals. Unser Herr hat ihn eingeladen uns zu begleiten, da er kämpfen kann und wir eine weitere Klinge gebrauchen können.

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Schicksalhafte Wendungen
10. Spielsitzung: 02.06.2016

Zurück im Gasthaus nehmen wir etwas Reis zu uns, da der Magistrat fort ist und wir die untätige Wartezeit so sinnvoll nutzen können. Nachdem er zurückkommt, berichten wir von unseren neuen Erkenntnissen. Auch ihm sagt der Name “Hanbei Shiro” nichts, er rät uns aber, zu einem Militärlager der Einhörner mit einem Wachturm zu gehen, das eine halbe Tagesreise entfernt ist, dort sei auch ein Archiv, in dem wir etwas finden könnten.
Zuerst möchten wir aber den Dorfältesten dazu fragen, man sollte niemals die Weisheit des Alters ignorieren.
Wir finden ihn bei einer Partie Shoji mit seiner Enkelin und Nobutake spricht mit ihm. Der Alte weiß von einer Burg im Süden, sein eigener Großvater habe seinem Vater davon schon berichtet. Der Shugenja Hanbei soll sie errichtet haben, er war ein Angehöriger des Skorpion Klans. Er wollte die Geister des Waldes, Nagaruinen und die dunklen Götter der Schlangenwesen erforschen. Die Burg ging verloren und Hanbei wurde nie wieder gesehen.
Durch diese Geschichte kann sich Takeshi wieder erinnern, einmal von Yogu Hanbei gelesen zu haben und er kann sich sogar eine alte Landkarte in Erinnerung rufen, auf der die Burg Hanbeis markiert war. Eine Karte dafür wird wohl ebenfalls im Archiv am Wachturm sein und so beschließen wir, dorthin zu gehen.
Es ist aber seltsam: wieso sind die Schwarzen Moto hier, wenn doch die Festung im Süden ist und auch der komische Kami erzählte von einer Gefahr im Osten.

Hiroki beschwört daraufhin erneut einen Kami und es ist wieder diese wache Geist, der mehr Fragen stellt als beantwortet. Er rät uns, nach Süden zu gehen, da wir dort Dinge finden können, die uns gegen die Gefahr helfen können.
Bevor es nach Süden geht, möchten die Zwillinge nochmal zum Schrein, um zu meditieren und sich zu reinigen und wir Bushi ruhen uns aus.
Während ich esse, höre ich dann jedoch Hitomi aufschreien und wir hasten los zum Schrein. Nobutake und Takeshi erreichen den Ort des Geschehens vor mir und so kann ich nur tatenlos mit ansehen, wie ein katzenartiges Wesen, aber menschengroß, meinen Freund Nobutake niederstreckt. Er sinkt schwer getroffen zu Boden und Takeshi kann diesen bösen Geist erschlagen.
Für den jungen Kranich kommt jede Hilfe zu spät. Er scheint im Tod jedoch zu lächeln, starb er doch im Wissen, seine Pflicht erfüllt zu haben. Ich bin froh, noch gestern mit ihm getrunken und über den Wert des Lebens und des Todes geredet zu haben. Ich bedaure seinen Tod, wir hätten noch viel voneinander lernen können.

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Dunkles Karma
10. Spielsitzung

Nachdem wir unserem Herrn berichteten, was wir gefunden hatten, machten wir uns auf die Suche nach dem Dorfältesten.

Als wir Ihn fanden, vermutlich in begleitung seiner Enkeltöchter, erzählte er uns nach einigem Fragen eine alte Legende über Hanbei, die uns weitere Spuren gab. Hitomi entwickelte mir aber aber etwas zu viel Neugier.

Wir kehrten zurück und beschlossen, zu der Feste am Tor aufzubrechen als nächster Schritt.

Ich zog mich bis zur Abreise zurück und übte mich an einigen Kanji, als ein Schrei mich aus der Konzentration riß und mein Pinselstrich mislang.

Unsere Phönix Geschwister waren offensichtlich in Gefahr. So eilten wir drei Bushi los. Ungerüstet wie ich war und schon immer geschwindter als meine Gefährten, traf ich als erster beim Ort des Geschehens ein.

Ich sah Hitomi am Boden und Hiroki schwer angeschlagen. Und ich sah diese Kreatur. Kein Zögern, keine Zeit zum Fokussieren. es gab nur Zeit zum Handeln. Ich muss meine Freunde beschützen.

Das Katana verlässt die Saya in einer vollendeten Iaiatsu-Figur. als Angriffsfigur wähle ich “Chrysanthemen im Wasser” auch wenn ich ahne, dass dies für diesen umenschlchen Feind nicht genügen wird. Wie in Kakitas Lehren führe ich meinen schlag und er sitzt. Ein Treffer, der einen normalen Menschen niedergestreckt hätte.

Wütend wendet sich die Kretaur mir zu und da ist nichts, was mich schützt. Doch ich schütze so meine Gefährten. Ein stechender Schmerz durchfährt mich und ich spüre das Blut. Ich kann nicht atmen, doch irgendwie ist das bdeutungslos. Entfernt nehme ich wahr, wie ich falle. Doch während ich stürze, sehe ich, dass es gereicht hat. Takeshi und tamozu sind da. Und Hiroki und Hitomi leben. wenn ich könnte, würde ich lächeln.

Als die Schmerzen durch Schwärze ersetzt werden, bin ich im einklang, velleicht zum ersten Mal.

Dunkles Blut auf Stein
Die Katze fängt den Vogel
Pflicht im Tod erfüllt

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Schwarze Moto, komische Kami und Spurensuche im Schrein
8. Spielsitzung und 9 Spielsitzung

Nachdem wir den kampf am bauernhof überstanden und die Leichen ausfindig gemacht haben, beraten wir über unser weiters Fortgehen, wobei unser Herr uns hier viel Vertrauen schenkt und Spielraum lässt.

Als wir als seine Yoriki beschließen, weiter der Spur zu folgen, entschwindet er zur Stadt, lässt uns aber gewähren.

Durch die Dunkelheit, die von allen seiten nach uns zu greifen scheint, folgen wir der Spur, Tiefer, immer tiefer, führt sie uns in den Wald. Ein beschworener Erdkami scheint nur mühseelig überhaupt erscheinen zu können und klärt nicht wirklich viel. Noch während wir beraten, wie es an diesem unheiligen ort weitergeht, geschieht es.

Wir werden angegriffen. Eine dunkle Gestalt rast zum Angriff auf uns, unmenschlich in Stärke und Geschwindigkeit. Und nur der wahre erbe Hidas verhindert, dass wir schon nach dem ersten Angriff darnieder liegen. Ich greife nach der Leere in mir, suche meinen Fokus. Ich muss schneller sein als dieser unheilige Krieger. Doch meine ngst steht mir selber im Weg.

Wir alle bekämpfen den Feind, doch es sind vor allem Tamozu-samas unglaubliche Kräfte, die den feind bezwingen. Er blockt Schläge soweit ab, dass sie ihn verwunden, wo sie mich zerteilt hätten. Auch Takeshi, Hiroki und Hitomi geben Ihr Äußerstes und nach einem gewaltigen finalen Hieb unseres Krabbenkriegers fählt der Feind. Als wir die Rüstung untersuchen, ist uns nicht wohl, doch wir entdecken das Mon der Moto, allerdings in invertierter Form.

Wir lelcken unsere Wunden, als sich die Spur des Kriegers auf einer Lichtung verliert. Ein weiterer Kami wird von unserem Shugenja beschworen, doch er ist ganz anders als die, die ich bisgher sah. Hektisch, ohne Ruhe, vorlaut, unhöflich. Ich lass den anderen das Sprechen, was vielleicht keine so kluge Wahl war.

Dann letztendlich nur mit Hinweisen aber ohen Spur kehren wir zur Stadt zurück. Im gasthaus, wo auch unser Magistrat schließt, kehren wir ein.

als wir usn nach all dem reinigen, fällt mir das Fehlen, unseres großen kriegers auf und so finde ich ihm im Gastraum, wo er die etikette der Krabben unter Beweiß stellt.Udn er wirkt mitgenommen. ich rede mit ihm, versuche, Ihn zu einem Bad und Ruhe zu überzuegen. VBeides hat er sich verdient und benötigt, doch ich dringe nicht zu ihm durch. So tue ich das einzige, was ich kann und leiste ihm Gesellschaft und stoße mit ihm an.

Während die anderen schlafen gehen, beschließe ich, wachzubleiben und unserem Herrn zu berichten. Großzügig gewährt er auch mir daraufhin eine lange Ruhe, obwohl der Tag schon in voller Blüte steht.

Als wir alle zusammen sind, erfahren wir von den schwarzen moto, den verlorenen Einhörnern, die immer wieder diese Lande plagen. Und wir erfahren, dass noch mehr von Ihnen hier sein müssen. Unser Herr berichtet auch, dass alles mit dem Verschwinden eines Shugenja, Horiuchi Yuhija, begann und so suchen wir dann den Schrein auf.

Während die anderen voller Ehrerbietung sind, gehen Tamozu-san und ich voller Tatendrang zu unserer aufgabe über. Ein süßlicher, der verwesung ähnelnder Geruch liegt in den hinterem Räumen und im Schlafraum klaft gar ein Loch im Boden. wir stellen auch gemeinsam fest, dass der Priester scheinbar sein ganzes verhalten vor einem Monat änderte. Vorher ordentlich udn plfichtbewusst, schien er seitdem getrieben. Und wir finden Hinweise auf die Burg Hanbei Shiro.

Wird uns die Spur dahin führen? Wir werden den Magistraten berichten und dann weitersehen.

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Chōka 3 - Kimojimura, Vishamon-Schrein

Antwort auf Fragen
soll’n Kami uns erbringen
allein die Geister
in eig’nen Sphären weilen
beschwornes Wesen
nennt sich beim Namen Kanjin
scheint einzig unter seinen

Geschwind im Denken
unendlich wissbegierig
dabei respektlos
doch wohlbedacht und warnend
Ob Glück, ob Freund gar
wer vermag es zu sagen
die Zeit mag Wahrheit bringen

Die dringend’ Warnung
lässt uns von dannen ziehen
zunächst ins Dorfe
genannt Kimojimura
als dort erwartet
bereits Iuchi-sama
begierig unsre Worte

Die Schwarzen Moto
dies ist der üble Name
der finstern Krieger
die uns zum Kampfe zwangen
seit langen Jahren
bekannt als stetes Übel
seit einst verschwand das Einhorn

Verderben brachten
sie auch einem Shugenja
sein alter Name:
Horiuchi Yuhija
der Schrein des Dorfes
dereinst war seine Heimstatt
liegt nun verlassen vor uns

Die bösen Zeichen
herannahendem Wandels
sind all’ zu finden
im Zeugnis seiner Pflichten
ein einz’ger Hinweis
ein Ort als Quell des Übels
das Ziel die Burg Hanbei ist

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Die Schwarzen Moto
9. Spielsitzung: 26.05.2016

Wir sind ratlos, woher kam der untote Krieger? Hiroki beschwört auf der Lichtung einen Kami, der uns vielleicht ein paar Antworten auf unsere Fragen geben kann. Er wundert sich sehr über seinen Kami, denn dieser scheint vorlaut zu sein, er ist sehr aktiv und neugierig und dies scheint sehr ungewöhnlich zu sein für diese sonst eher schwerfälligen Wesen. Hitomi kennt diese Sorte Kamis ebenfalls nicht, das kleine Wesen warnt uns vor der Bedrohung, die vom Ursprung des Kriegers ausgehe, dort würden die “Sphären” ineinanderfließen.

Wir gehen daraufhin zum Dorf, um uns im Gasthaus auszuruhen, zu trinken und uns zu waschen. Ich beschließe, erstmal nur zu trinken – diese Begegnung mit dem Tod weckt das Bedürfnis, mich lebendig zu fühlen. Es hat mich doch mehr erschüttert, als ich erwartet hatte, dem Tode und fast meinem eigenen ins Auge zu sehen. Immerhin leistet mir Nobutake Gesellschaft und so kann ich die Schatten in mir zurückdrängen.

Am nächsten Morgen besprechen wir uns mit dem Magistraten. Er nennt diese Krieger die “Schwarzen Moto”. Eine bekannte Plage, die die Einhornlande seit Jahren immer wieder heimsuche. Sie treten immer in größerer Zahl von bis zu zehn Kriegern auf. Es bestünde aber Hoffnung, dass nicht alle so stark seien, wie der, den ich niederstrecken konnte. Seine Rüstung sei so alt, dass es sich wahrscheinlich um einen der ersten Schwarzen Moto gehandelt habe. Sie verderben andere Samurai und nachdem wir mit den Einwohnern geredet haben, erfahren wir, dass der erste verschwundene Samurai ein Shugenja namens Horiuchi Yuhija war, der Dorfvorsteher Shinjo Renji folgte ihm und auch er blieb verschwunden – dies ist nun zwei Wochen her.

Wir gehen also zum Schrein des Dorfes, in dem der Shugenja gelebt hat und sehen, dass alles vernachlässigt ist. Es ist unordentlich und staubig. Es sieht so aus, als sei der Schrein schon länger als zwei Wochen nicht gepflegt worden. Nobutake und ich gehen in die Gemächer von Horiuchi Yuhija. Alles riecht muffig und süßlich. Es ist unordentlich, insbesondere bei den Papieren. In der Schlafkammer klafft ein Loch im Boden, das von unten in die Holzplatten gerissen wurde.
Nobutake untersucht die noch vorhandenen Schriftrollen und entdeckt, dass sich das Schriftbild des Priesters vor etwa einem Monat verändert hat – generell hat er seitdem immer schlampiger gearbeitet und seine Pflichten vernachlässigt. Takeshi findet schließlich einen Fetzen auf den zwei Worte gekritzelt sind: Hanbei Shiro, eine Burg, die wahrscheinlich in der Nähe ist. An dem Loch im Boden finden wir noch Hautreste, Haare und Fingernägel. Sie sind noch feucht und verantwortlich für den Gestank. Offensichtlich ist der Shugenja zu einem Schwarzen Moto geworden.
Hiroki und Hitomi reinigen den Schrein und wir gehen zurück ins Dorf, um den Magistraten und den Dorfältesten nach Hanbei Shiro zu fragen.

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Zurück in die Schatten
8. Spielsitzung: 19.05.2016

Nachdem der Kampf beendet ist, suchen wir nach Überlebenden, Hiroki beschwört einen Zauber und kann das Feuer löschen. Wir finden leider keine lebende Menschenseele mehr und auch das Haus ist vollständig ein Opfer der Flammen geworden. Ich suche nach den Spuren der Goblins und kann sehen, dass sie aus der gleichen Richtung gekommen sind, in die der Reiter wieder verschwunden ist. Wir beschließen gemeinsam, dieser Spur zu folgen, obwohl die Nacht bereits hereinbricht, Iuchi Tomokata reitet jedoch weiter ins Dorf.
Ich folge den Spuren zu einem Hügel und versuche dabei, mit Worten unsere Angst vor dem Dunkel zu überspielen – immerhin kennen meine Freunde Goblins nicht so wie ich und so sage ich ihnen, wie man sie finden und aufspüren kann, da sie das Licht von Amaterasu scheuen und sich einen Unterschlupf suchen. Der Wald scheint unnatürlich still und so bin ich mir sicher, auf der richtigen Spur zu sein. Ich finde viele Hinweise auf Goblins, vom Reiter fehlt aber jede Spur.
Plötzlich werde ich aus dem Nichts angegriffen und in schneller Folge zweimal schwer getroffen. Das Schicksal scheint auf meiner Seite, die Hiebe gleiten glücklich an meiner Rüstung ab und so wanke ich zwar, kann mich aber aufrecht halten und zu einem Konter mit meinem Tetsubo ausholen. Mein Hieb hätte jeden Sterblichen niedergemacht, dieser Gegner scheint jedoch unbeeindruckt und ich bin froh, dass Nobutake, Takeshi und Hitomi mir zur Hilfe eilen. Takeshi kann einen Teil der Rüstung abschlagen und so kann mein zweiter Schlag durch die Schwachstelle diese Kreatur der Schattenlande vernichten. Sollte ich in den letzten Wochen Zweifel bekommen haben, dass der Weg meines Klans der einzig mögliche Weg an der Mauer ist, so sind diese Zweifel nun fortgefegt. Ohne die Lehren meines Meisters wäre ich tot und wahrscheinlich auch meine Freunde. Der Weg Hidas ist der Weg der Stärke und nichts Anderes kann dem Schatten widerstehen.
Es entweicht Staub aus der altertümlichen Rüstung, die das Zeichen eines Daimyo der Moto Familie träg. Hitomi erinnert sich, dass diese Reiter der Einhörner vor Jahrhunderten in die Schattenlande ritten und die Warnungen meines Klans ignorierten – man hat nie wieder etwas von ihnen gehört, bis heute! Es war eine untote Kreatur, von der Verderbnis berührt und mit unheiligem Leben erfüllt. Fast wäre uns entgangen dass die Mons sich doch unterscheiden, die Farben wurden vertauscht. Was schwarz war ist weiß und was weiß war ist nun schwarz. Wir verbrennen die Rüstung und die Knochen und können nun auch den Spuren dieser Kreatur folgen, bis wir eine Lichtung erreichen, in deren Mitte die Spuren scheinbar aus dem Nichts entspringen. Vom Reiter fehlt weiter jedes Zeichen.

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Die Pflichten der Krabbe
7. Spielsitzung: 21.04.2016

Am Tag nach den Feierlichkeiten reisen viele Gäste bereits ab. Es wird mir schwer fallen, heim zu gehen. Es ist kaum zu glauben: so schwer es mir anfangs fiel, meine Heimat zu verlassen, so schwer fällt es mir nun, zurückzukehren an die Mauer.
Es ist keine Furcht, es ist vielmehr eine Neugier, die mir sehr fremd ist. Mein Sensei fände dies unpassend, meine Schwester würde mir aber raten, diesem Gefühl zu trauen und Raum zu geben innerhalb meines strengen Kodex, um zu lernen und mich zu entwickeln.
Ich habe Freunde gefunden und ich habe mich meinen Ängsten gestellt. Meine Familie wird stolz sein, wenn ich zurückkehre, aber ich werde zuerst meine Gefährten zu ihren Heimen begleiten, bevor ich heimkehre.
Als ich beginne, mein Reisepack fertig zu machen, werde ich jedoch zu Iuchi Tomokata gerufen und meine Welt wird auf den Kopf gestellt. Unser Handeln hat den kaiserlichen Magistraten beeindruckt und er möchte uns als seine Yoriki verpflichten. Was für eine Ehre, ich soll den Dienst für einen kaiserlichen Magistraten verrichten. Ich nehme voller Stolz an und so reisen wir nicht heim, sondern in die Stadt Hojisabe, wo der Magistrat seine Unterkunft hat. Dort werden wir formal als Yoriki vereidigt und ich erhalte ein offizielles Schreiben, das meine neue Stellung belegt. Ich lebe nun in den Einhornlanden, in einem schönen Stadthaus. Meine Freude ist fast zu groß und ich schäme mich dafür, diesen Luxus zu genießen, die Tage sind so unbeschwert.
Nach vier Tagen jedoch kommt ein Bauer aus Kimojin Mura, einem Dorf im Südwesten der EInhornlande. Er bittet den Magistraten um Hilfe, da in seiner Heimat Gehöfte abbrennen und ansässige Samurai verschwunden sind.
Wir brechen auf und Iuchi Tomokata sama begleitet uns persönlich, um diese Vorfälle zu untersuchen.
Die Reise verläuft ereignislos und so erreichen wir unser Ziel ohne Zwischenfälle. Während wir uns dem Dorf nähern, sehen wir einen rötlichen Schimmer, eine sich ausbreitende Feuersbrunst und wir eilen dorthin, um zu sehen, was oder wer für das Feuer verantwortlich ist. Ich erkenne sofort, dass diese gedrungenen Gestalten Goblins sind und mir wird klar, dass meine Gefährten vermutlich zum ersten Mal eine Kreatur des Schattens leibhaftig vor sich sehen. Ich stürze mich auf unsere Feinde, um ihnen zu zeigen, dass sie bluten und sterben wie gewöhnliche Schurken und es entbrennt ein heftiger Kampf gegen eine kleine Schar dieser widerlichen Geschöpfe. Ich kann sie alle problemlos niederstrecken und nachdem sich der Kampfeslärm legt, sehe ich in einiger Entfernung ihren Anführer. Er sitzt auf einem Pferd, schwer gerüstet und mit einem Speer bewaffnet, deutlich größer als seine Schergen. Als ich auf ihn zu renne, um ihn ebenfalls zu stellen, verschwindet er jedoch und sucht sein Heil in der Flucht.

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Das wahre Prüfungsergebnis
7. Spielsitzung

Nach diesem denkwürdigen Turnier steht unsere Abreise bevor. Der Turnierplatz wird abgebaut und die meisten Gäste sind schon abgereist. Auch Mya Omura-sama ist fort, was durchaus bedauere. Tatsächlich keimt in mir der Funke bedauern, meine neugewonnenen Gefährten, nein, Freunde wieder verlassen zu müssen.

Doch es soll nicht so kommen. Stattdessen ruft uns Iuchi Tomokata-sama zu sich und macht uns ein wunderbares angbeot. Wir sollen als Yoriki in seine Dienste treten. Jeder von uns nimmt geehrt an und ich komme nicht umher, mich über mein maßloses Glück zu freuen.

In Hojisabe erledigen wir alle Formalitäten und werden offiziell in unsere neue stellung erhoben. Dann beginnen ein paar Tage, in denen wir uns in unser neues Amt einleben können. Ich nutze die zeit zur Kontemplation und stelle fest, wie wenig ich eigentlich über die wahre Bedeutung von Bushido weiß. denn während ich firm dem Weg gefolgt bin, den ich für den Wahren hielt, sehe ich nun, dass andere Wege genauso richtig sind obschon sie sich unterscheiden. Ich muss nur zu Hida Tamozo sehen, und erkennen, wieviel eines wahren Samurai er in sich trägt, obwohl er es vermutlich nicht einmal selber erkennt. Und das gilt auch für meine anderen Gefährten. Ich kann so viel von Ihnen lernen, während ich diene.

Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt. Als Bauern erscheinen, um vor dem Magistraten von Unruhen und Überfällen berichten, ist es klar, wohin der Pfad führt. Alsbald brechen wir auf. die Pausen auf der reise nutze ich, um zu kontemplieren oder mit Takeshi-san und Tamoso-san. Mein schweigsamer Drachen-Freund ist ein spannender Gegner. Auch wenn er in einem Dojo gelernt hat, was die Perfektion meiner Familie nicht zu erreichen sucht, sondern einen anderen Weg geht, ist er mehr als nur fähig. Unsere unterschiedlichen Stile machen jeden Kampf anders. Und seine Ruhe lässt mich ahnen, dass hier vielleicht ein größerer Duellkämpfer vor mir ist, als ich es jemals sein kann. Tamoso hingegen ist eine andere Geschichte. Er ist eine Kriegerseele in Menschenform geschmiedet. Selbst ohne seine enorme Größe, die seine Hida-Abstammung untermauert, wäre er ein formidabler Gegner. er übt mit uns Kenjutsu, da er hier weder mit Takeshi noch mir mithalten kann, ohne aber unfähig zu sein. Zu was er mit seinem Tetsubo imstande wäre, wenn er auf einen wirklich würdigen Gegner treffen wird…nun darüber werde ich an jenem Tag ein Gedicht schreiben.

Mit den Isawa Zwillingen spreche ich etwas weniger, was ich dringend ändern muss. So unterschiedlich sie sind, so sehr schätze ich sie für Ihre einzigartigen Stärken und Ihre so junge Weisheit.

die Reisezeit vergeht und wir durchqueren einen der befestigten Pässe und näheren uns unserm Ziel. Vielleicht nähert sich das Ziel aber auch uns, denn wir entdecken ein Feuer und als wir uns nähern auch die Brandstifter. Kleine schattenlandkreaturen! Nach einem kurzem, aber heftigen Kampft, in dem Hiroki und Hitomi Ihre Kräfte unter Beweis stellen und Tamoso alleine eine Heerschaar beschäftigt, gehen wir siegreich hervor.

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Chōka 2 - Im Hügelland

Iuchi-san wünscht
uns nun in seinen Diensten
als Yoriki sind
wir fürderhin gebunden
Hojisabes Wohl
so schwer in meinen Händen
so leicht wiegt die Ernennung

Wochen verstreichen
Mit Studium und Warten
Gerechtigkeit herrscht
im Reich Iuchi-samas
Dann doch Gerüchte
von Feuer, Not und Sorge
weit hinter Bergesrücken

Ein Pferd getreulich
trägt fort und fort den Reiter
durch Wies‘ und Felder
wo sanft und hoch der Reis blüht
Allein im Herzen
sitzt Wachsamkeit und Vorsicht
die Kälte kommt von Süden

Die Nacht ist finster
so grell erstrahlt das Feuer
Die gier’gen Flammen
entfacht von Bakemono
Kein kurzes Zögern
kann hindern Pflicht und Ehre
und Frieden sinkt hernieder

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