Otokodate

Aufgaben der Drachen
Briefe des Mirumoto Takeshi - II.

Ehrenwerter Onkel,

nach den Ereignissen meines letztens Briefes hat sich mein weiterer Schritt zur Erleuchtung gezeigt. Wie sagte doch einst Shinsei: “Die prachtvollsten Blumen wachsen oft im Verborgenen.” So war es auch mit diesem Schritt.

Während wir an den Prüfungen teilnahmen um das Geschenk der EInhörner für unsere Clans zu gewinnen, fand die tatsächliche Prüfung im Verborgenen statt. Am Tage nach meinem letzten Brief – wir waren dabei unsere Habseligkeiten zusammenzupacken – suchte uns Iuchi Tomokata auf. Er hatte uns in den letzten Tagen beobachtet und gemessen, und bot uns seine Yoriki zu werden. Ich brauche dir nicht sagen das dies eine große Ehre für unseren Clan und unsere Familie ist. Natürlich nahmen ich und meine neuen Gefährten die Ehre sofort an.

Wir begleiteten Iuchi Tomokata nach Hojisabe in seine Büros, wo wir alle formellen Schritte durchführten und ihm schließlich die Treue schworen.

Die nächsten Tage verbrachten wir damit uns in unserer neuen Rolle einzufinden.

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Chōka 1 - Hojisabe
6 Spielsitzung, 14.4.2016

Die Nacht verstreicht nicht
gibt Zeit und Raum der Suche
nach blut‘gem Beweis
der Klarheit schafft im Urteil
Verteilt in Suche
gemeinsam wacht in Ehre
bis Mutter Sonn‘ erscheinet

In dunkler Kammer
der Kimono gefunden
des Reikuns Ehre
mit Vater Mond vergangen
Iuchis Urteil
klingt klar und laut im Winde
und rote Tropfen fallen

Hojisabes Zeit
so tief doch rasch vergangen
der Wettstreit aller
lässt Leu‘ und Kranich strahlen
Man trennt sich wieder
im weißen Glanz des Baumes
der Weg schon ausgebreitet

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Die Lehrjahre einer Krabbe
6. Spielsitzung: 14.04.2016

Eine seltsame Nacht und die Ereignisse überfordern mich nahezu. Eben noch sass ich vor einem weißen Baum und genoss den guten Sake und kurz darauf suchen wir nach einem Beweis, der einen ehrenwerten Mann zum Mörder macht.

Da ich nicht genau weiß, was ich tun soll, rüste ich mich und das Gefühl meiner Rüstung auf den Schultern scheint mich gleichwohl zu erden – es tut gut, etwas vertrautes zu tun und die irritierten Blicke der anderen Samurai stören mich schon lange nicht mehr.
Für mich folgt eine lange Nacht der Wache, während meine Freunde verzweifelt versuchen, Beweise für die Unschuld des jungen Miromoto Rei zu finden.

Wir bitten zuerst Iuchi Tomokata um Erlaubnis, nach Beweisen zu suchen und er sichert uns zu, uns zu unterstützen, sollten wir etwas eindeutiges finden, das Shiba Reikuns Behauptung widerlegt oder sogar ihn selbst belastet.

Wir beschließen also, den Kimono zu suchen, der dem jungen Drachen fehlt und ich tue das, was ich am besten kann: im Weg stehen und durch mein scheinbar sinnloses tun die Blicke anderer auf mich ziehen, damit Mirumoto Takeshi hinter mir unbemerkt ins Zimmer des Phönix-Hauptmannes gelangt.

Es ist fast schon traurig, er findet tatsächlich den blutigen Kimono. Ich freue mich zwar, den jungen Rei entlasten zu können, doch stimmt es mich traurig, dass ich in der kurzen Zeit in Hojisabe nun schon zum zweiten Mal Zeuge werde, wie ein großer Mann seinen niederen Instinkten erliegt. Dies stimmt mich traurig und ein Schatten legt sich über mein Herz.

Mit dem weiteren Vorgehen haben wir nur noch wenig zu tun, Shiba Reikun wird ohne weitere Umstände gerichtet und die Prüfungen gehen weiter, als sei nichts geschehen.
Immerhin hat er durch seine arglistige Täuschung also nicht den gewünschten Krieg heraufbeschworen. Ich müsste jedoch lügen, wenn ich behaupten würde, irgendeine Freude darin zu finden, Tee zuzubereiten und zu tanzen, es erscheint mir im Angesicht des Todes und des Betruges, der mir auch hier begegnet ein wenig albern, so zu tun als sei nichts geschehen.

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Die Weisheit der Drachen
Briefe des Mirumoto Takeshi - I.

Ehrenwerter Onkel,

ich habe das Ziel meiner ersten Reise außerhalb der Ländereien unserer Familie erreicht. Zumindest das physikalische Ziel. Die wichtigere Reise habe ich, so scheint es mir, erst begonnen.

Aber auch in dieser Reise habe ich wichtige Schritte getan. Wie sagte doch einst Shinsei: “Und er gürtete den Schuh.”

Diese Weisheit nahm ich mir zu Herzen. Auf dem Weg nach Hojisabe, wohin mich ja diese Reise führte, kam ich durch ein kleines Dorf in den Ländereien der Einhörner. Wie es das Bushido verlangt war ich entschlossen hier meine Reise zu unterbrechen um dem Herren des Dorfes, Shinjo Kouki, meine Aufwartung zu machen. Da es noch nicht so spät war, wäre es unhöflich gewesen den Herren mit meiner von der Reise verschmutzten Kleidung aufzusuchen. Ich begab mich also in eine Gasthaus.

Und dort, ehrenwerter Onkel, traf ich einige Samurai die in mir sofort ein Gefühl des Vertrauens und der Verbundenheit hervorriefen. Und ich erkannte, dass diese Samurai der Erleuchtung näher waren als viele andere – und durch sie würde auch ich der Erleuchtung näher kommen. Wie ich dies erkannte, wirst du fragen. Shinsei sagte: “Andere erkennen ist weise. Sich selbst erkennen ist Erleuchtung.” Noch erkenne ich mich nicht selbst. Aber ich erkenne andere. Und ich erkannte, dass diese Samurai wie die Ringe der Elemente waren.

Der erste den ich noch auf dem Weg in das Dorf traf, Kakita Nobutake, ein Bushi der Kraniche, ist wie die Luft. Nicht nur seine Zunge ist so scharf wie der Nordwind in unseren Bergen; seine Schwerthiebe sind es ebenso. Auch wenn er nur ein Schwert benutzt, wo er doch zwei gesunde Hände hat.

Dann sah ich Hida Tamozo, eine Krabbe und ebenfalls ein Bushi. Er verkörpert die Erde wie kein anderer, den ich jemals sah. Er ist groß wie ein Berg – und von eben solcher Statur – und seine Hiebe sind so unaufhaltsam wie ein Felsbrocken der ins Rollen geraten ist. Auch sein Geist ist wie Erde; vorsichtig, durchdacht, ruhig und nicht von seinem Weg abzubringen. Unberührt von den Wertungen der anderen.

Als letztes traf ich auf zwei Shugenja der Phönix. Die beiden sind Geschwister, aber unterschiedlich wie Tag und Nacht. Oder eher Feuer und Wasser. Isawa Hitomi ist aufbrausend, temperamentvoll und gefährlich wie das Feuer. Ich kann deinen wissenden Blick erahnen wenn du diese Zeilen lesen wirst. Du denkst an Amaya mit ihrem feurigen Temperament.

Ihr Bruder hingegen, Isawa Hiroki, ist wie das Wasser; wie ein tiefer See, dessen Grund – und dessen Geheimnisse – man nicht erblicken kann. Aber er ist auch mehr als das. Seine Gedanken rasen mal dahin wie ein wilder Sturzbach, im nächsten Moment sind sie so umfassend wie der Ozean um eine Insel.

Halt, wirst du sagen. Das sind aber nur vier. Der elementare Ring besteht aber aus fünf Ringen. Du hast natürlich Recht, ehrenwerter Onkel, aber hast du tatsächlich Zweifel daran dass ein Drache wie die Leere ist, die mit Weisheit gefüllt wird um zur Erleuchtung zu kommen?

Um wieder zurück zu kommen auf meine Reise: Wir trafen uns in diesem Gasthaus, und entschieden uns gemeinsam den Herren des Dorfes aufzusuchen denn – und dieser Zufall, wenn du es so nennen willst, bekräftigt mein Gefühl – wir stellten fest das wir alle das gleiche Reiseziel hatten: Hojisabe. Bevor wir aufbrechen konnten traf noch ein weiterer Gast ein; ein kaiserlicher Herold namens Miya Omura, der auch auf dem Weg nach Hojisabe war. Da er Shinjo Kouki ebenfalls einen Besuch abstatten wollte, baten wir um die Erlaubnis ihn zu begleiten.

Dann geschah etwas, das unsere Reise für einige Tage verzögerte. Das Haus von Shinjo Kouki stand in Flammen, sein Haushalt und seine Wachen dahingemezelt, der Hof voller ehrloser Banditen. Wir erstürmten das Anwesen, um zu retten was noch zu retten war. Ich lief durch das Haupttor, und sah noch wie ein Ronin Shinjo Kouki einen tödlichen Hieb zufügte. Wir kämpften gerade gegen sein Gefolge – und konnten die Ehefrau des Hausherren retten – als ich sah das der Ronin, einst ein Bushi der Löwen namens Akodo Goro, auf den kaiserlichen Herold und Isawa Hitomi zuging! Beide waren zwar bewaffnet, aber die Art wie sie ihre Schwerter hielten ließ für alle ersichtlich sein, dass sie nicht sehr geübt im Kenjutsu waren. Was auch immer das Ziel und die Absicht des Ronin, ich musste ihn aufhalten! Ich erkannte, dass er mir an Erfahrung weit überlegen war, aber in meinem Geist hörte ich die Worte Mirumotos: “Ein Berg hat nie gelernt zur Seite zu treten.” Ich trat nicht zur Seite und bezahlte dies fast mit meinem Leben. Miya Omura und Isawa Hitomi waren sicher- aber der Ronin entkam mit seinen letzten Anhängern.

Wir trafen ihn am nächsten Tag erneut bei der Bestattung von Shinjo Kouki. Wie wir erfuhren, war der Ronin einst der Bruder von Shinjo Riko und sah es als seine letzte Pflicht an, den Tod des Herren des Samurai Akodo Goro zu rächen weil Shinjo Kouki diesen getötet hatte. Er kündigte an, dass er die gesamte Familie von Shinjo Kouki auslöschen würde. Und dazu gehörte auch seine Schwester.

Aber der Bushido sagt, dass man jenen gegenüber Güte zeigt, die ein hartes Los zu erdulden haben. Und wer hat ein härteres Los zu erdulden als eine Frau, die ihren Ehemann verloren hat? Unsere Ehre konnte das nicht zulassen – vor allem nicht die Ehre meines Kranich-Freundes – und so trafen sich der Kranich und der Ronin im Duell.

Und natürlich kann ein Ronin nicht dem Nordwind trotzen.

Einige Tage später erreichten wir in Begleitung von Miya Omura Hojisabe, der uns die Ehre erweist uns an den Ort der Prüfungen zu bringen. Ehrenwerter Onkel, du weisst noch das ich unsere Länder verließ um an Prüfungen der Einhörner teilzunehmen, oder?

Die Prüfungen sollen in einem großen Anwesen stattfinden, bewacht nicht nur von Einhörnern, sondern auch von Drachen und Phönix. Wirklich verblüffend, Drache und Phönix wachen Seite an Seite, trotz der Grenzstreitigkeiten in letzter Zeit.

Wie dem auch sei, wir werden höflich empfangen, in unsere Gemächer geführt und kurze Zeit später in eine Empfangshalle begleitet, in der schon die weiteren Teilnehmer dieser Prüfungen eingetroffen sind. Mitglieder aller Clans waren anwesend, und Kakita Nobutake tat das, was der Wind am besten kann: Schwerelos zwischen die Menschen gleiten und ihnen ihre Geheimnisse entlocken. Meine restlichen Freunde machten sich auch mit den Gästen bekannt. Lieber Onkel, du weißt das mich überflüssige Worte ermüden, denn wie sagte eins Shinsei: “Die Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus.” Ich erblickte also eine junge Phönix, Isawa Hitsukawa wie ich später erfuhr und augenscheinlich eine Shugenja, vor einem Rosenstrauch sitzen. Ich setzte mich dazu, und ließ sie mit an der Weisheit Shinseis teilhaben, an die ich habe denken müssen.

Wie ich dort saß, in mich gekehrt, konnte ich doch nicht verhindern die anderen Gäste zu beobachten und konnte mich nicht vollends auf meine Meditation konzentrieren. Aber sind es nicht auch die Kitsuki die sagen: “Manchmal ist Zeit um still zu meditieren, und manchmal ist Zeit um still zu beobachten.” Und schon da bemerkte ich einige Spannungen: Ein weiterer Drache, Miromoto Rei wirkte selbst für einen der unseren sehr zerstreut; mehr noch, er warf Doji Aiko, einer Kranich, sehr oft bedeutungsvolle und unsichere Blicke zu. Daneben fiel mir noch Shiba Reikun auf, ein Bushi der Phönix, der uns Drachen nicht sehr wohlwollende Blicke zuwarf.

Kurze Zeit später erschienen die Gastgeber, der Fürst von Hojisabe Shinjo Hachirouund Asako Shizu, jener Mann der uns alle hier eingeladen hatte. Begleitet wurden die beiden von dem kaiserlichen Herold und Iuchi Tomokata, einem Magistraten. Isawa Masahiro war bestrebt Frieden zwischen den Clans zu stiften, vor allem zwischen den Drachen und den Phönix, und hatte diesen Wettstreit erdacht um alle Samurai daran zu erinnern, dass unsere Künste nicht nur dem Kampf gewidmet sind. Deshalb drehte sich der Wettstreit um die Dichtkunst, die Malerei, das Tanzen und Zeremonien. Doch zuvor hatte Asako Shizu ein Geschenk für alle Clans. Eine prachtvolle Elfenbeinsteele, verziert mit den Mons aller Clans. In dem Moment rächte sich die Zerstreutheit von Miromoto Rei, nahm er doch das Geschenk für unseren Clan ohne zu zögern an.

Es folgten die ersten beiden Prüfungen, Dichtkunst und Malerei, und du wirst dich freuen, ehrenwerter Onkel, dass du mich gut in diesen Künsten unterrichtet hast. Ich musste den ganzen Abend an den Pragmatismus der Wahrheit denken, und daran, wie diese durch das schnelle Fließen der Zeit untergehen kann. so brachte ich folgendes auf Papier:

Die Rosenblüte
braucht nur wenige Worte.
Frosch im kalten Bach.

Die ersten Prüfungen waren vorbei, doch dann entschied das Schicksal uns einer weiteren Prüfung auszusetzen. Unser Gastgeber wurde im Schlaf getötet! Sofort begannen alle Gäste nach den Schuldigen zu forschen, und nach den Aussagen von Hida Fuya, Ikoma Katsu und Shiba Reikun fiel der Verdacht schnell auf Miromoto Rei. Die werten Herren hatten nämlich eine Gestalt in den Farben der Drachen aus dem Zimmer unseres Gastgebers kommen sehen, kurz bevor sein toter Körper entdeckt wurde. Alles schien eindeutig. Doch erneut nahm ich mir die Weisheit von Shinsei zu Herzen, der einst sagte: “Wahrheit und Frieden leben niemals unter einem Dach. Wenn eins einzieht, zieht das andere aus.” Wenn es tatsächlich die Wahrheit war, dass Miromoto Rei unseren Gastgeber getötet hatte, würde der Frieden ausziehen und das Verhältnis der Drachen mit den Phönix weiter zerrütten. Aber dann konnte es nicht die Wahrheit sein dass Miromoto Rei den tödlichen Hieb getan hatte. Welches Interesse sollte er daran haben für einen Krieg zwischen den zwei Clans zu sorgen? Also dachte ich über die Beobachtungen des Abends nach, und da traf mich eine Erleuchtung: Ich hatte Shiba Reikun kurz vor der Offenbarung des Mordes aus dem Flügel des Hauses kommen sehen, in dem sowohl die Phönix als auch unser ermordeter Gastgeber untergebracht waren. Und er trug einen anderen Kimono als früher am Abend.

So nahm ich mir die Lehren der Kitsuki zu Herzen und begann mit der Hilfe meiner neuen Freunde das Verbrechen aufzuklären. Das Ziel war klar. Wir würden den unumstößlichen Beweis erbringen, dass Miromoto Rei nicht der Täter war. Also begannen wir zu ermitteln. Wir befragten die Diener des Haushaltes und beobachteten die Gäste. Ich begab mich in die Kammer von Miromoto Rei und entdeckte dort, dass einer seiner Kimonos fehlte. Dieses Indiz machte das wahre Verbrechen deutlich: Jemand hatte sich des Kimonos des Drachen bemächtigte, unseren Gastgeber getötet und versuchte jetzt, die Schuld auf Miromoto Rei zu richten, in der Hoffnung einen Krieg zwischen den Drachen und den Phönix zu provozieren.

Auch die Befragung der Diener ergab verblüffende Ergebnisse: Einige der Diener hatten Shiba Reikun kurz vor der Entdeckung des Verbrechens mit einem blutigen, grünen Stoffbündel unter dem Arm in seine Unterkunft gehen sehen. Aber, ehrenwerter Onkel, ich brauche nicht zu erwähnen das nach den Grundsätzen des Ritsuryo die Aussagen der Diener wertlos waren. Wir mussten also den Kimono finden. Und gleichzeitig konnten wir natürlich Shiba Reikun nicht mit den Vorwürfen konfrontieren – dieser hatte eine hohe Stellung bei den Phönix, und sein Wort zählte mehr als unseres.

Wir warteten also den Morgen ab, und dann nutzte ich die Gunst der Stunde – alle Gäste waren beim Frühstück – um in das Schlafgemach von Shiba Reikun zu schauen. Und dort entdeckte ich den blutigen, gestohlenen Kimono! Der Täter stand fest. Shiba Reikun hatte nicht nur unseren Gastgeber getötet, er hatte auch alles Gäste belogen. Kakita Nobutake und Isawa Hiroki begaben sich noch am gleichen morgen zu Iuchi Tomokata, dem kaiserlichen Magistraten, um ihn von unseren Ermittlungen und den Ergebnissen zu überzeugen.

Lieber Onkel, ich bin mir sicher, dass du nicht daran zweifelst, dass die scharfen Worte der Luft und die tiefe Weisheit des Wassers auch einen Magistraten von der Wahrheit überzeugen können.

Der Rest ist schnell niedergeschrieben: Shiba Reikun bezahlte seine ehrlosen Taten mit seinem Leben und die Ehre von Miromoto Rei und unseres Clans war wiederhergestellt.

Trotz dieser Ereignisse wurden die Prüfungen fortgesetzt, und auch dabei wird dich nicht wundern dass Kakita Nobutake gemeinsam mit Ikoma Katsu den Sieg davontrug.

Mein lieber Onkel, ich bete zu den Kami und unseren Vorfahren dass dich mein Brief gesund und stark auffinden wird.

Mirumoto Takeshi

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Im Morgengrauen Verlust des Zweifels
6. Spielsitzung

Die Nacht ist schon fortgeschritten, doch wir kommen nicht zur Ruhe.

Immer mehr wird unsere Vermutung zur Wahrheit. Die Heinin haben den Mörder und Täuscher sogar mit einem blutigen Kimono gesehen. Wir gehen verschiedene Wege im Haus, die Phoenix-Geschwister gehen eigenen Spuren nach. Tamozu-san rüstet sich gar und als wir Zwei den Berater des ermordeten Fürsten sprechen wollen, muss ich die Wogen glätten, bevor die Einhorn-Wachen die Situation missverstehen und mein riesiger Freund sie bezingen müsste. Ich selber bekomme den Unmut zu spüren, die die Störung zu dieser Stunde bedeutet..aber auch den Befehl, unser Anliegen vor dem kaiserlichen Magistraten vorzutragen.

Ich fühle mich unwohl. Einzig dieser Kimono scheint mir ein möglicher Beweis zu sein. Aber ist er überhaupt noch im Zimmer von Shiba Reikun? Würden wir dort eindringen, käme es zum kampf und er könnte sich soagr rechtmässig verteidigen. aber in sein Zimmer einbrechen, wenn er nicht da ist, ist nicht ehrbar. Was aber, wenn wir dort mit Erlaubnis eindringen und keinen Beweis finden? Tamozu-san zeigt mir hier seine innere Größe in all seinem Verhalten. er würde die Behauptung vortragen und bei einen Irrtum alle schande auf sich nehmen. Das ist Bushido. Seine Worte machen mir meinen Weg klar. ich kenne die Wahrheit. ich muss ahdenln, auch wenn es mich mein gesicht kostet, sonst ist meine Ehre nichts wert.

Wir beschließen jedenfalls, das Zimmer zu bewachen, damit Shiba Reikun den beweis nicht heimlich doch noch vernichten kann…so er denn da ist. Und wenn er das Zimmer verlässt, müssen wir uns abstimmen und die Durchsuchung organisieren. eine kurze und für mich unruhige Nacht folgt und der Morgen bricht an. Wir teilen uns auf. Isawa Hiroki-san und ich haben die Aufgabe, unseren Verdacht in den Augen des Magistraten zur Wahrheit werden zu lassen und durch Tamozu-sans Vorbild stehe ich für meine Überzeugung ein. Unser Vorhaben ist ein Erfolg.

Als dann stehen wir alle vor der Tür des Schuldigen. Nur er selber fehlt…und Isawa-Hitomi-san, die ein wachsames Auge auf ihn wirft. Als Mirumoto Takeshi-san das Zimmer durchsucht und getrocknetes Blut wie den Kimono zum Vorschein bringt, ist ein raunen zu hören. ich frage mich, ob es den Lärm des Steines übertötn hat, der mir vom Herzen fiel.

Ab hier an geschehen die Dinge schnell und ohne unser weiteres Zutun. Reikun wird festgenomen und gerichtet. Und tatsächlich gehen die Prüfungen weiter. ich erinnere mich nur noch verschwommen daran. Tanz und eine Teezeremonie. Zu jenem Zeitpunkt werfen die ereignisse immer noch eine Schatten auf mich und ich gehe verunsichert an die Prüfungen. Als mir bewusst wird, dass ich so keine Chance auf Erfolg mehr habe, gebe ich einfach die Hoffnung auf unde mich den Aufgaben hin und nutze sie, um mit mir selbst in Einklang zu kommen. ich löge meine Gefühle, meinen zweifel im Tanz und suche meine innere Ruhe in der Teezeremonie. Und ich bin nicht wenig erstaunt, dass genau dies scheinbar der richtige Weg war. Die Prüfer geben mir hohe Wertungen und so kommt es, dass ich zusammen mit dem Löwen Ikoma Katsu tatsächlich den Wettkampf auf dem ersten Platz beende. Ein wundervoller Fächer wird mir geschenkt, aber mir wäre es lieber, wenn meine Freunde eine ebensolche Belohnung erhielten. Sie haben schließelich etwas Wichtigeres als diesen Wettkampf zum Abschluss gebracht.

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Die Krabbe und die Kunst
5. Spielsitzung: 07.04.2016

Nachdem Asako Shizu die Wettkämpfe eingeleitet hatte, übernahm der Gelehrte Doji Yuijiro es, die ersten beiden Prüfungen vorzustellen, bei denen er auch als Juror fungieren würde. Wir müssen ein Haiku dichten und vortragen und danach ein Bild malen.
Mein Herz sinkt, meine schlimmsten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten und ich frage mich angstvoll, ob es ehrenhafter ist, aufrecht zu scheitern oder diese Prüfungen als verloren aufzugeben. Ich schaue ratsuchend zum alten Hida Fuya sama, der mir zunickt und fast gleichgültig beginnt, Zeilen auf Papier zu bringen.
Ich bemühe mich also und versuche, etwas zu schreiben, was mich bewegt und dennoch nicht der Lächerlichkeit preisgibt:

Mann in der Ferne
Ehre der himmlischen Ordnung
bestaunt den weißen Baum

Ich trage meine Worte mit fester Stimme vor, allerdings schreie ich sie eher, wie einen Befehl im Kampf und meine Zuhörer belächeln mich, sollen sie doch. Dies war mein erstes Haiku und meine Schwester wäre stolz auf mich. Isawa Hitomi lächelt mir aufmunternd zu und ich bin zufrieden.

Das Bild misslingt mir jedoch gewaltig, meine Hände sind einfach nicht für so ein Werkzeug wie einen Pinsel gemacht, die Schwielen des Krieges machen sie plump und gefühllos.

Der erste Tag war enttäuschend und so beschließe ich, das Beste daraus zu machen: das Essen und der Sake sind gut und reichhaltig und Hitomi willigt ein, als ich sie bitte, mit mir im Garten zu trinken und mir Geschichten über die weiße Eiche aus ihrer Heimat zu erzählen.

Ich verbringe eine unbeschwerte Zeit und selbst ihr Bruder Hiroki taut auf und bietet mir an, dass wir uns zukünftig vertraulich beim Vornamen nennen. Der Abend wird also doch noch zu einem Erfolg, was gibt es wichtigeres in der Fremde, als echte Freunde zu finden?

Die Nacht ist schon fortgeschritten, als Aufruhr in die Gemeinschaft kommt, ein Diener eilt aus den Quartieren herbei und man ruft uns zusammen.

Unser Gastgeber wurde in seinen Quartieren getötet, ehrlos abgestochen wie einen Hund fand ihn ein Diener. Ich selbst habe nichts davon mitbekommen, war ich doch vollends auf das Trinken und Singen konzentriert, Hiroki und Nobutake haben jedoch etwas beobachtet und versuchen, den jungen Drachen Miromoto Rei zu verteidigen, der schnell von Shiba Reikun beschuldigt wird.
Es klingt alles zu einfach und der Drache mag zwar verwirrt sein, wie ein simpler Mörder wirkt er auf mich jedoch nicht. Ich werde also meinen Freunden dabei helfen, diesen Vorfall aufzuklären, obwohl selbst mir klar ist, wie schwer es sein wird, gegen das Wort des Phönix-Hauptmannes Beweise für die Unschuld von Miromoto Rei zu finden.

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2 Prüfungen und ein Todesfall
5. Spielsitzung

Nun beginnen endlich die Prüfungen und ich muss innerlich schon den ersten Irrtum korrigieren. Ich dachte, Doji-san würde nicht an den Wettkämpfen teilnehmen, wenn Ihr Gemahl einer der Richter ist. Es erleichert mich, nicht der einzige Kranich zu sein.

Die erste Prüfung besteht darin, einen Haiku vorzutragen. Meine Unruhe steigt. Das dürfte eine der wenigen Disziplinen sein, bei denen ich nicht völlig aufgeschmissen bin.

Als die Vorträge beginnen, lausche ich andächtig. ich hoffe , etwas Schönheit zu erfahren, doch um ehrlich zu sein, bin ich fast ein wenig enttäuscht, fehlt mir doch oftmals ein Hauch von Zauber, der einen guten Haiku ausmacht. Innerlich schmunzle ich bei dem Haiku ders halten Hida-san. Ich glaube, er hatte nichtmal die Form eingehalten. Aber schlecht fand ich ihn gar nicht.

Spannender hingegen ist der Haiku des jungen Mirumoto Rai, muss er nicht nur von Doji-san animiert werden, es ist zudem auch noch ein romantisches ich würde gar sagen Liebesgedicht. Und mir entgeht das Lächen von der Doji, auch wenn sie schnell Ihren Fächer hebt. Wollen wir hoffe, dass niemand sonst es gesehen hat, der vielleicht Übles im Schilde führt.

Dann bin ich an der Reihe, ich fasse all meinen Mut zusammen und stelle mich in die Mitte.
Ich lasse mein Herz sprechen

Blüzenzanz im Wind
sanft fallende Tauftropfen
Lächelnder Morgen

Freudig überrascht stelle ich fest, dass es mir gelungen ist, einihee Herzen zu erreichen.

Meine Gefährten sind nach mir an der Reihe. Ich bin begeistert, denn sie haben viel Herz für Poesie. Es sind einige wirklich schöne Haiku dabei. Auch Tamozu-san dichtet etwas wirklich Gutes, wie ich finde. Aber am emisten brilliert wohl Takeshi, dessen Worte einen erst verständnislos innehalten lassen, um sich dann als kleines Meisterwerk zu entpuppen. Für mich war er hier klar der Beste und es macht mich stolz, dass die Juroren mich gleich mit ihm bewertet haben.

Danach folgt ein Wettbewerb, bei dem es gilt, ein Bild zu malen. Nichts, was ich wirklich beherrsche. So entschließe ich, wenigstens ein kraftvolles Motiv zu wählen, was mich immer noch beschäftigt und ich zeichne den Ort des Duelles gegen Goro.

Bei den anderen finden sich einige schöne Werke, wobei ich finde, dass die Krabben ob Ihrer düsteren Themen zu Unrecht schlecht bewertet werden, denn es steckt viel spirituelle Kraft in Ihnen.

Als die ersten wettkämpfe beendet sind, wird das – vermeintliche- Ende des tages mit einem opulenten Festmahl begonnen. Mein Freund Tamozu-san lässt sich dabei etwas gehen, was ich bedauere. Aber hier kann ich es nicht ansprechen, um sein gesicht zu wahren.

Ich suche einige Gespräche, will Wissen sammeln. doch viel bringe ich nicht in Erfahrung, bis der abendje unterbrochen wird. Unser Gastgeber wurde ermordet!

Schnell deutet sich an, dass Miromotu Rai der Schuldige sein könnte, auc, weill er sich nur schlecht verteidigt. Doch meine Gefährten und ich sind uns schnell einig, dass er wohl eher etwas anderes verheimlicht. Sie haben die gleichen beobachtungen gemacht , wie ich. So erwähnen sie auch, dass ein Phoenix seinen Kimono wechselte, was auch zu der Tatzeit passt. Und wir finden auch heraus, dass dem Drachen ein Kimino entwendet wurde.

Ich glaube, wir sind auf der Spurt des wahren Täters. Vielleicht können wir den mord aufklären und das Gesicht der beiden Verliebten wahren. Die Nacht ist noch nicht vorbei.

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Eine Krabbe in der Fremde
4. Spielsitzung: 31.03.2016

Nachdem der Kampfeslärm verstummt war, wurden die Gesetzesbrecher enthauptet und die verbliebenen Ronin in einem schnell gezimmerten Bambuskäfig eingepfercht. 

Shinjo Riko bestand darauf, dem gefallenen Goro mit einem ordentlichen Bestattungsritual eine letzte Ehre zu gewähren und so geschah es. Ein denkwürdiger Augenblick in meinem jungen Leben, hatte ich doch in den letzten Tagen den Fall eines Mannes miterlebt, der soviel erfahrener und gebildeter war als ich, dies lehrt mich Demut – ich werde niemals aufhören dürfen zu lernen, wenn ich nicht auch scheitern will. Stillstand in der Entwicklung ist ein Rückschritt im Leben und in der Erfüllung meines Schicksals.

Danach setzen wir unsere Reise fort, wir begleiten Miya Omura sama und auch die gefangenen Ronin werden von uns – zusammen mit der Seidenlieferung – nach Hojisabe eskortiert.

Dort angekommen bin ich wirklich beeinfdruckt. Dieser Ort ist anders als alles, was ich bisher zu sehen bekam. Der Baustil des Gebäudes ist mir sehr fremd und dominiert wird alles von einer großen weißen Eiche.  Hitomi san bemerkt mein kindliches Staunen und erklärt mir freundlich, dass diese Bäume eigentlich nur auf den Asako Ländereien gedeihen und die Legende besagt, dass sie weiß sind, da auf der Ebene, auf der sie gedeihen, der 17. Kaiser begraben worden sein soll.

Dieser Ort wurde offenbar nur für diese Prüfungen gebaut und ich kann die Banner der Einhörner, der Phönixe und der Drachen sehen, die nebeneinander im Wind wehen, ungeachtet jüngster Grenzstreitigkeiten zwischen den Drachen und den Phönixen.

Wir werden freundlich empfangen und bekommen eine komfortable Unterkunft, ich habe ein Zimmer für mich alleine, der hiesige Fürst muss wirklich reich sein.

Wir sind die letzten von etwa 20 Gästen und dürfen erst baden, ich genieße es wirklich, mich hier verwöhnen zu lassen, habe ich doch einen persönlichen Diener, der für mich da ist, einfach phantastisch.

Nachdem ich mich gereinigt und fein angezogen habe, gehe ich zum Versammlungsraum, der direkt in dem Garten mit der weißen Eiche ist. Dort haben sich schon andere Samurai versammelt, von allen Klans die ich kenne.

Obwohl ich mich im Hintergrund halte, kommt ein junger Skorpion zu mir, der sich als Bayushi Eijiro vorstellt. Ein komischer Kauz, aber er scheint nett zu sein und begrüßt mich freundlich. Vermutlich ist er hier auch alleine hier und kennt niemanden. Danach entdecke ich einen anderen Angehörigen meines Klans, einen Veteranen, der sich  als Hida Fuya sama vorstellt.

Ich bin wirklich aufgregt, in der Gesellschaft so vieler großer Männer und Frauen aus ganz Rokugan zu sein und endlich werden wir offiziell empfangen und sollen erfahren, worum es hier geht.

Es gibt gutes Essen und dann betreten zwei Lords den Raum: der hiesige Fürst Shinjo Hachirou sama und unser Gastgeber, der Mann, der uns alle hierher eingeladen hat, Asako Shizu sama . Sie werden von ihren Adjutanten und Miya Omura sama begleitet.

Asako Shizu sama ergreift das Wort und erklärt uns, das es um die Künste des Bushido gehen soll, die jenseits des Kampfes liegen. Dafür soll es ein Geschenk geben und er will es uns gleich überreichen. Ich verstehe die Prozedur nur teilweise, aber ich mache es einfach so wie mein neuer Freund Nobutake san und lehne das Geschenk erfolgreich ab. Als ein junger Drache, Miromoto Rei, das Geschenk annimmt, wird es still. Scheinbar hat damit niemand gerechnet.

Wenn die Prüfungen so weitergehen, wird es schwerer als ich jemals gedacht hätte, trotz größter Mühen habe ich das Gefühl, dass mich alle ansehen, als sei ich ein Fremder unter Fremden.

 

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Vor den Prüfungen stehen Prüfungen
4. Spielsitzung 31.03.2016

Nach den Kämpfen vergehen die Tage ereignislos. Gut, ich muss nachdenken über die letzten Tage. Goro erhält ein ehrenvolle Bestattung seiner Schwester und ich kann es ihm nicht verdenken. Er ist gestorben, wie er gelebt hat und dadurch, dass das Karma mir den Sieg gab, ist auch seine ehre bewahrt worden. ich glaube auch nicht, dass er den verrat der Anderen erahnte.

Alsdann brechen wir mit der Karawane auf. Auch Mia Omura-sama begleitet uns. das überrascht mich, ich hatte sein Anliegen eiliger eingeschätzt. Aber er ist sowieso ein Mann von großer Ehre, nicht nur seiner Abstammung wegen. er hat mein heißes Blut durch sein weises Urteil in rexchte Bahnen gelenkt. Das vergesse ich nicht.

Als wir uns Hojisabe nähern, verlassen wir den Zug mit Seide und Gefangenen und brechen zum Prüfungsgelände auf, geführt durch den Herold. Offensichtlich kennt er den Weg und weiß auch mehr. Mir wird plötlich bewusst, dass ich so gar nicht weiß, was uns erwartet und ich beginne, alle möglichen Leute zu befragen, Mya-Sama weiß offensichtlich mehr, kann aber nicht offen sprechen. Die meisten anderen wissen es einfach auch nicht.

Als wir das Gelände erreichen, sind die meisten von uns überrascht, da in Einhornlanden der Phoenix scheinbar an dieem ort sehr präsent ist. Und es sind auch Drachen anwesend. Mir entgeht nicht, dass nach dem letzten Konflikt zwischen den samurai dieser Clans immer noch Anspannungen bestehen.

Nachdem wir unsere großzügigen quartiere bezogen haben und ein Bad genossen haben, treffen wir letztendlich auf die anderen Gäste und Prüfungsteilnehmer. Ich unterhalte mich mit einem Miromotu, der etwas zerstreut zu sein scheint, aber ansonsten durchaus höflich ist. An Krnaichen kann ich nur eine weißhaarige Doji entdecken, mit der ich später ein paar Worte wechsle. Ich glaube, sie verspottet mich oder ich langweile sie, ich wähle die falschen Worte in unserem Gespräch. Mein Gefühl sagt mir, dass Sie der Dichtkunst weniger zugetan ist, als anderen Dingen. Zumindest verstehe ich einige Anmerkungen, auch über Ihren Ehemann und mich so. Ich wahre mein Gesicht, bleibe einfach höflich und mache ein paar einfache Komplimente, dann trennen sich unsere Wege.

Kurz darauf sind auch die letzten eingetroffen, bzw der Letzte. Der riesige Hida Tamozu kommt beinahe zu spät und, naja, immerhin besser gepflegt als die alte Krabbe hier an. was immer noch nicht gut ist, aber wen überrascht es?.

Dann kommen unsere Gastgeber. Der Phönix-Clan wirbt hier für steten frieden und die prüfungen sollen wohl unsere Samurai-Kenntnisse außerhalb des Krieges testen. Bin ich der einzige Kranich, der an den Prüfungen teilnimmt? Bin ich überhaupt der Richtige? Misst mein Clan dem hier so geringe Bedeutung bei, ausgerechnet mich zu schicken? Oder vertraut man all dem so sehr? Ich bin angespannt.

Als ein Geschenk an alle Clans überreicht wird, eine Steele, die zwischen den Familien wechseln soll als Zeichen des friedens, übernehme ich meinen Part im respektvollen Ritus. gefühlt schlage ich mich gut und bin erleichtert. Zumindest diese erste prüfung habe ich überstanden. Mein neuer freund, der junge Hida-san, schlägt sich etwas unrühmlich. Das Manko der Krabben, wie bedauerlich. Dch was dann kommt, damit rechnet niemand. Der Drache, mit dem ichvorhin sprach, ist abermals abgelenkt. Und er nimmt das Geschenk beim ersten mal an. Alle sind schockiert, auch er selber, als ihm bewusst wird, was er getan hat. Alles weitere ist bedeutungslos vorerst. Ich fürchte, das wird Folgen haben.

und erst jetzt beginnen die wahren Prüfungen…was wird das alles nur?

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Der letzte Weg eines Kriegers
3. Spielsitzung: 10.03.2016

Nachdem Goro seine Forderung ausgesprochen hatte, legte sich Stille über die Gemeinschaft. Man hörte nur das Knistern des Feuers, mit dem Shinjo Koukis Körper der Ewigkeit überantwortet wurde.
Shinjo Riko begab sich mit den Mönchen ins Kloster, um ihre Entscheidung zu treffen und wurde von den Geschwistern begleitet, die ihr hoffentlich Beistand leisten konnten in dieser Situation. Kakita Nobutake, Mirumoto Takeshi und ich blieben draußen und Kakita san versuchte ein letztes Mal, Goro zur Vernunft zu bringen und auf den Pfad des Bushido zurückzuführen. Ich versuchte ebenfalls, ihn dazu zu bringen, Shinjo sans Leben zu verschonen, musste jedoch zu meiner Scham erkennen, wieviel ich noch über den Weg des Bushido zu lernen habe. So zog ich mich schweigend zurück und beobachtete den Dialog zwischen dem Kranich und dem gefallenen Drachen, um zu lernen.
Goro bewies erneut, dass er im Herzen ein Samurai geblieben war und bot Kakita san ein Duell auf Leben und Tod an, dessen Sieger über das Schicksal von Shinjo Riko zu entscheiden habe. Nobutake vertraute demütig auf sein Karma und die Gerechtigkeit seines Anliegens und willigte in diesen Kampf ein, obwohl ihm seine Unterlegenheit im Kampfe bewusst sein musste, selbst Miya Omura zollte seinen Respekt, indem er diesen Kampf unter das Gesetz des Kaisers stellte.
Furchtlos stellte Kakita san sich Goro und ich konnte Zeuge eines Duells werden, über das man Gedichte schreiben sollte, glich es doch in seiner Anmut mehr der Poesie der Wörter als der des Krieges. Mit zwei entschlossenen Schlägen seines Katanas konnte der Kranich über den Löwen triumphieren und Goro konnte endlich seinen gerechten Frieden finden.
Leider wurde seine Tat entehrt, da seine Gefährten sein Wort missachteten und das Gesetz des Kaisers brachen, indem sie ihre Waffen erhoben.
Mirumoto san und ich stürzten an Kakita san vorbei, um diese herrenlose Hunde zu richten, wie es ihnen gebührte. Der Kampf brandete kurz auf und einer der Ronin schaffte es sogar noch, Shinjo Riko zu verletzen, bevor alle tot vor uns im Staub lagen oder sich ergeben hatten.
Selbst die beiden Phönixe hatten sich am Kampf beteiligt und Isawa Hiroki san kümmerte sich um die Wunden aller Verletzten.
Vielleicht kann nun Frieden in Hojisabe einkehren, obwohl ich mich fragen muss, welche Tat von Shinjo Kouki einen so ehrenvollen Mann wie Goro dazu bringen konnte, diesen blutigen Pfad der Rache zu beschreiten.

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