Otokodate

Die Pflichten der Krabbe

7. Spielsitzung: 21.04.2016

Am Tag nach den Feierlichkeiten reisen viele Gäste bereits ab. Es wird mir schwer fallen, heim zu gehen. Es ist kaum zu glauben: so schwer es mir anfangs fiel, meine Heimat zu verlassen, so schwer fällt es mir nun, zurückzukehren an die Mauer.
Es ist keine Furcht, es ist vielmehr eine Neugier, die mir sehr fremd ist. Mein Sensei fände dies unpassend, meine Schwester würde mir aber raten, diesem Gefühl zu trauen und Raum zu geben innerhalb meines strengen Kodex, um zu lernen und mich zu entwickeln.
Ich habe Freunde gefunden und ich habe mich meinen Ängsten gestellt. Meine Familie wird stolz sein, wenn ich zurückkehre, aber ich werde zuerst meine Gefährten zu ihren Heimen begleiten, bevor ich heimkehre.
Als ich beginne, mein Reisepack fertig zu machen, werde ich jedoch zu Iuchi Tomokata gerufen und meine Welt wird auf den Kopf gestellt. Unser Handeln hat den kaiserlichen Magistraten beeindruckt und er möchte uns als seine Yoriki verpflichten. Was für eine Ehre, ich soll den Dienst für einen kaiserlichen Magistraten verrichten. Ich nehme voller Stolz an und so reisen wir nicht heim, sondern in die Stadt Hojisabe, wo der Magistrat seine Unterkunft hat. Dort werden wir formal als Yoriki vereidigt und ich erhalte ein offizielles Schreiben, das meine neue Stellung belegt. Ich lebe nun in den Einhornlanden, in einem schönen Stadthaus. Meine Freude ist fast zu groß und ich schäme mich dafür, diesen Luxus zu genießen, die Tage sind so unbeschwert.
Nach vier Tagen jedoch kommt ein Bauer aus Kimojin Mura, einem Dorf im Südwesten der EInhornlande. Er bittet den Magistraten um Hilfe, da in seiner Heimat Gehöfte abbrennen und ansässige Samurai verschwunden sind.
Wir brechen auf und Iuchi Tomokata sama begleitet uns persönlich, um diese Vorfälle zu untersuchen.
Die Reise verläuft ereignislos und so erreichen wir unser Ziel ohne Zwischenfälle. Während wir uns dem Dorf nähern, sehen wir einen rötlichen Schimmer, eine sich ausbreitende Feuersbrunst und wir eilen dorthin, um zu sehen, was oder wer für das Feuer verantwortlich ist. Ich erkenne sofort, dass diese gedrungenen Gestalten Goblins sind und mir wird klar, dass meine Gefährten vermutlich zum ersten Mal eine Kreatur des Schattens leibhaftig vor sich sehen. Ich stürze mich auf unsere Feinde, um ihnen zu zeigen, dass sie bluten und sterben wie gewöhnliche Schurken und es entbrennt ein heftiger Kampf gegen eine kleine Schar dieser widerlichen Geschöpfe. Ich kann sie alle problemlos niederstrecken und nachdem sich der Kampfeslärm legt, sehe ich in einiger Entfernung ihren Anführer. Er sitzt auf einem Pferd, schwer gerüstet und mit einem Speer bewaffnet, deutlich größer als seine Schergen. Als ich auf ihn zu renne, um ihn ebenfalls zu stellen, verschwindet er jedoch und sucht sein Heil in der Flucht.

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Aidan

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